
Buntmetall vom Firmengelände in Kirchmöser gestohlen
Buntmetall vom Firmengelände in Kirchmöser gestohlen pixabay Ein Brandenburger (59) fuhr am Freitagmittag mit seinem PKW auf ein Firmengelände in Kirchmöser und hielt dort an
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Allmählich kann von einer Tradition gesprochen werden: Zum vierten Mal nahm sich Oberbürgermeister Steffen Scheller alsbald nach dem Neujahrsempfang Zeit für ein „Jahrestreffen“ mit den engagierten Wirtschaftsjunioren Brandenburg (www.wj-brandenburg.de). Zum Vorjahrestreffen hatte er seinen Mitgliedsantrag als Fördermitglied auf den Tisch gelegt und damit den Wirtschaftsjunioren das Du angeboten hatte, wovon auch diesmal rege Gebrauch gemacht wurde.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung stand für die Wirtschaftsjunioren „Nachgefragt 4.0 – WJ meets OB Steffen Scheller“ im Veranstaltungsplan, was sich 22 Mitglieder des ehrenamtlichen Netzwerkes nicht entgehen ließen. So kamen Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer sowie Führungskräfte aus vielen Bereichen der gewerblichen Wirtschaft im Alter bis zu 40 Jahren im Rolandraum des Rathauses mit dem Stadtchef ins Gespräch. Allerdings erst, nachdem WJ-Kreissprecher a.D. Sascha Bertz den verbalen Aufschlag besorgte. Er hatte zuvor wesentliche Themen und Fragen eingesammelt und startete mit Bürokratieabbau und Infrastrukturprojekten. Was die Brücken am Altstadt Bahnhof und in Wust machen, war von besonderem Interesse. Der Rathauschef führte als Beispiel des Bürokratieabbaus die dreijährige Aussetzung der Stellplatzsatzung an, die ohnehin ein Investitionshemmnis sei. Für die Brücke am Altstadt-Bahnhof gehe er vom Baustart im Spätsommer 2025 aus, zumal die Verkehrsbetriebe genau für dieses Projekt dieser Tage ihren Förderbescheid bekommen. Zur Bahnübergangsbeseitigung Wust – ebenfalls ein Projekt vollständig in der Hoheit des Landesbetriebs Straßenwesen – schilderte er, wie neue Lärmschutzvorgaben das Planverfahren verlängert haben und eine erfolgreiche Klage gegen die erfolgte Ausschreibung dazu geführt hat, das zwei Vergabe-Lose neu auszuschreiben waren,
„weswegen der Baustart auch hier erst leider im Spätsommer wahrscheinlich ist.“
Zu Fragen der schwierigen Situation der Pflegedienste in der Stadt bot Steffen Scheller an, vertiefende Gespräche mit der zuständigen Amtsleitung der Verwaltung zu vermitteln. Zur Frage,
„was kann man aus Sicht der Stadt gegen Überalterung tun?,“
setzt der Stadtchef auf die anhaltende Zuwanderung – insbesondere aus Berlin und dem Umland.
„Dafür müssen wir die Wohnverdichtung in der Innenstadt ermöglichen, wofür sich beispielsweise die Bauhofstraße anbietet. Außerdem kann endlich das Projekt ‚Parkquartier Hohenstücken‘ vorankommen, da nun klar ist, dass keine Rückzahlung von Fördermitteln für den erfolgten Rückbau droht, weil aus unserer Sicht dadurch auch keine Wertsteigerung des Bodens zu verzeichnen ist.“
Angesprochen auf die seit Jahren gezahlte und gleich gebliebene Wohnsitzprämie für Azubis und Studenten, könnte sich der Oberbürgermeister eine Anpassung und jahresweise Staffelung vorstellen; die Vergabe für die Beratungsleistungen der „Kommunalen Wärmeplanung“ indes ist bereits fristgemäß in Arbeit, allerdings sei durch den Bund
„viel ideologisch entschieden worden, ohne entsprechende Fakten im Kopf zu haben. Somit liegen noch nicht für alle Wohnformen und -quartiere Lösungsangebote auf dem Tisch. Das stört mich als Oberbürgermeister ganz gewaltig, weil die Bürgerinnen und Bürger von mir Antworten erhoffen.“
Bezüglich mancher Probleme bei Gewerbeansiedlungen, beteuerte Steffen Scheller, dass
„wir und vor allem die Wirtschaftsförderung stets ansprechbar sind, wenn es Probleme gibt, doch manche Dinge sind oft nicht so leicht zu lösen, wie man außenstehend meint.“
Wie tief er bei unterschiedlichen Ansiedlungsvorhaben im Stoff steht, konnte er bei Nachfragen zu Einzelprojekten auch dokumentieren.
Schließlich wollte Sascha Bertz noch wissen, ob die Stadt neue Gewerbegebiete im Sinn hat? Der Oberbürgermeister verwies auf Pläne für die Flächenausweisung angrenzend ans Gewerbegebiet Rietz und dass die Stadt, um für größere Industrieansiedlungen gewappnet zu sein, zusammen mit Kloster Lehnin an der A2-Anschlussstelle einen großflächigen Vorsorgestandort für Industrieansiedlungen entwickeln möchte.
„Das heißt nicht, dass der dortige Baumbestand sofort weichen und an anderer Stelle ersetzt werden muss. Wir wollen aber vorbereitet und handlungsfähig sein, wenn Interessenten nachfragen.“
„Nachfragen“ war ein gutes Stichwort für Sascha Bertz, der Steffen Schellers Angebot wiederholte:
„Ruft im OB-Büro an, wenn ihr Sachen besser verstehen wollt oder Unterstützung bei Problemen erfragen möchtet.“
Seinem Gegenüber dankte er,
„dass wir im Rathaus sein durften. Und: Danke für das Format.“
Nach dem offiziellen Teil klang der Abend bis 22:00 Uhr mit Snacks und lockeren Gesprächen aus.
Quelle: © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt
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